Gehirnhälften-Synchronisation: allein der Name ist vielversprechend.
Und hält der Name was er verspricht? Darum geht es in diesem Artikel über die ominösen “Gehirnhälften” und ihre “Synchronisation.”
Zunächst das, was alle wissen: Jedes Gehirn besteht aus zwei Hälften, der linken und der rechten; man nennt diese Hälften auch “Hemisphären”, also halbe Sphären. Beide Sphären arbeiten zusammen.
Gemeinhin nimmt man an, die linke Hälfte (also von mir selber aus gesehen, wenn ich mich nach oben denke) sei die männliche Seite, die für das logische Denken, das rationale, rechnende, analytische etc.
Die rechte Gehirnhälfte ist demnach die weibliche Seite, und in ihr wird das ganze Irrationale geregelt, wie Gefühle, Intuition, Kreativität etc.
Man findet diese Zuordnung im Ying-Yang-Prinzip wieder, im Symbolismus von Tag und Nacht, Positiv und Negativ, und in vielen anderen “Doppel-Systemen”.
Man weiß heute aber auch, dass viele “linke” Aspekte in der rechten Gehirnhäfte ebenso stattfinden, wie “rechte” Aspekt ein der linken Hemisphäre. Daher ist die klare Trennung der beiden Hälften eher eine Denkhilfe als ein 100% richtiges Modell.
Dennoch ist es eine Tatsache, dass die meisten Menschen der westlichen Zivilisation eine dominante Gehirnhälfte haben. Dies bedeutet, dass diese Menschen in einer der beiden Hälften mehr Gehirnwellen bilden als in der anderen Hälfte.
Die einen denken eher links, die anderen fühlen eher rechts.
Es ist kein Zufall, dass Männer eher die linke Hälfte benutzen, und Frauen eher die rechte. Aber es kann hin und wieder auch genau andersherum sein.
Soweit das, was alle irgendwie schon wissen.
Auch wissen die meisten, was es mit Synchonisation auf sich hat: Es bedeutet Gleichtakt, auf einander abgestimmt sein, sich im gleichen Rhythmus befinden.
Nun darf man sich fragen, warum Gehirnhälftensynchronisation etwas besonderes sein soll.
Sind denn etwa unsere beiden Gehirnhälften nicht aufeinander abgestimmt?
Die Antwort ist: natürlich sind sie das!
Doch die zusätzliche Antwort ist: leider sind sie das fast nie!
Einfache EEG-Messungen an der Kopfhaut ergeben, dass wir keineswegs immer eine Gleichverteilung von Gehirnwellen haben. Mal sind sie links stärker, mal rechts. Das hängt ganz davon ab, was wir tun, und wie unser mentaler Zustand ist.
Doch auch wenn wir etwas Bestimmtes tun, dann kann es sein dass wir jetzt “mit links” denken und in 5 Minuten “mit rechts.”
Es geht auch anders!
Man kann mit BEIDEN Gehirnhälften gleichzeitig denken, ohne dass eine Hälfte dominiert. Beim EEG bedeutet das, dass in beiden Gehirnhälften genauso viele und genauso starke Gehirnwellen gemessen werden, so als wäre die beiden Gehirnhälften symmetrisch aktiv.
Eine sehr vereinfachte Grafik soll dies veranschaulichen:

De facto taucht der synchronisierte Zustand hin und wieder auf, teilweise zufällig, teilweise, gewollt und auf jeden Fall als ein solcher messbar. Doch dies ist sehr selten der Fall. Vor allem bei uns gehetzten, gestressten und kaputt-rhythmisierten Zeitgenossen.
Doch wenn er einmal erreicht ist, dann merkt man das. Das gesamte Gehirn arbeitet integriert.
Jetzt könnte man hergehen und sagen: “Ach wo, bloß weil das jetzt so schön symmetrisch ist, soll das nun besser sein?”
Genau diesen Einwand habe ich selber nämlich auch.
Ästhetik und Symmetrie sind für mich nämlich noch kein Beweis für irgendwas.
Sind es auch nicht.
Aber sie sind auch keine Gegenbeweise für irgendwas. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass es mit der Gehirnhälften-Synchronisation einiges auf sich hat.
Denn ich zweifele weder an, dass es dieses Zustand gibt (man hat ihn so dermaßen oft messen können), noch würde es mir im Traum einfallen, abzustreiten, dass man Gehirnhälften-Synchronisation absichtlich von innen oder außen auslösen kann.
Auch glaube ich, dass man diesen Zustand erkennt, wenn man ihn erreicht (ich tue es jedenfalls), und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es ein angenehmer, brillanter und leiser Zustand ist, den ich gerne erreiche. Ich schwöre auf Gehirnwellen-Beeinflussung!
Und Gehirnhälften-Synchronisation scheint mir ein hochinteressantes Thema. Doch leider weiß ich immer noch zu wenig darüber.
Aber ich weiß, wie man so eine Synchronisation auslösen kann. Doch dies ist ein eigener Artikel…
Warum aber ist Gehirnhälften-Synchronisation überhaupt relevant für Silent Subliminals?
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Mehr zum Thema Gehirnhälftensynchronisation
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Hallo Tim,
vielen Dank für den Tipp. Mich interessiert, ob man die Synchronwellen in den modulierten nicht hörbaren Bereich (Affirmationen) oder in den hörbaren Bereich dazu mixen soll.
Hast du dazu schon Erfahrungen machen können?
Grüße
Manuel
@ Manuel
Sehr gute Frage!! Sehr wichtige Frage!
Da die “Synchronisierwellen” binaurale Beats sind, verlieren sie sofort ihren Effekt, wenn man sie in den unhörbaren Bereich schiebt. Das hat was mit Wellenlängen und Schädeldurchmesser zu tun (kein Scherz).
Synchronisierungs-Sounds müssen IMMER hörbar angehört werden – aber dafür kannst du dann in den unhörbaren Bereich reinpacken was du willst: Affirmationen natürlich, dazu völlig andere Musik, andere Inhalte.
Wie gesagt, es liegt an den binauralen Beats (der Schlüssel zur Gehirnhälftensynchronisation) und deren Besonderheiten – binaurale Beats sind ja “fiktive” Beats, UND sie sind ja schon leise, sie sind quasi UNTERHALB der Hörschwelle, und wenn man diese dann silent macht, verpuffen sie einfach…..
Isochrone Beats hingegen könnte man silent machen – aber diese Beats synchronisieren die Gehirnhälften nicht, sie sorgen “nur” für bestimmte dominante Gehirnwellen und damit für bestimmte mentale Zustände.
[...] Gehirnhälften-Synchronisation (Intro) Gehirnhälften-Synchronisierung [...]
Hallo Tim,
erst einmal Gratulation zu der gelungenen Website.
Nun habe ich ein paar Fragen.
Warum hast Du Bob Monroe nicht erwähnt, der ja ain Pionier der 50er Jahre im Bereich Hemisphärensynchronisation ( Hemi-sync) ist.
Dazu habe ich dann die Frage, da es viele unterschiedliche Aussagen gibt, was ich jetzt in welcher Weise ( silent oder nicht) wie zusammenbringe?
Zum Beispiel habe ich silenttexte mit einer Hemi-Sync- Musik im hörbaren Bereich gekoppelt. Ich habe bis jetzt noch nicht viel davon gemerkt, dass etwas passiert.
Es kann natürlich daran liegen, dass ich einen komplexen Text verfasst hatte.
Zum Beispiel hatte ich den Wunsch, meine Traumfrau zu finden. Dabei ist mir eingefallen, dass ich nicht viel verdiene, so habe ich beruflichen Erfolg mit eingewoben. Dafür brauchte ich aber eine höhere Qualifikation, die ich dann einwebte u.s.w. u.s.w.Der Text ging über eine Stunde, untermalt von einer Hemi-sync-Melodie, die ich auch jetzt noch nicht langweilig finde.
Wenn ich aber nach verschiedenen Publikationen gehe, dass das Unterbewusstsein die erhaltenen Suggestionen sofort ausführt, dann verstehe ich nicht, warum es nicht geklappt hat. Kann es sein, dass diese Techniken bei mir einfach nicht klappen?
Gibt es da eindeutige Aussagen?
@ Miachael
Ich habe Monroe nicht erwähnt? Schande. Das ist hiermit geschehen
Zu deinem Text: Mich wundert es nicht, dass du keine Veränderungen merkst. Ich empfehle dir, in meine “Fallen-PDF” zu schauen…
Deinen 1-stündigen Text würde ich, wenn du es mit HemiSync koppelst, sogar hörbar lassen. Da rutschen dann vielleicht die einen oder anderen Sachen zu dir durch. Aber es geballt und komplex und mit tausend Wünschen mit dem Unterbewusstsein aufzunehmen, tja, da werden sich Veränderungen nicht sofort einstellen, soviel kann ich dir versprechen
Hallo Tim,
vielen Dank für die Antwort.
Wenn ich das richtig verstanden habe, hört man die Neuro-Streams laut. Du hast geschrieben, dass man silente Texte am beste mit silenter Musik koppelt. Also kann man Neuor-Streams nicht mit silenten Texten koppeln?
Und Hemi-Sync Musik besser mit lauten Texten?
Wie gestalte ich denn optimal meine Suggestions-Nachricht?
Also mit viel Emotinalen positiven Eindrücken gesprochen, nur ein bis drei Ziele?
Musik besser silent oder laut?
Viele Grüße
Michael
Hi Michael
Ja, NeuroStreams hört man “laut” (ich meine hörbar), am besten mit Kopfhörern (Silents am besten ohne Kopfhörer, und eine Mischung dann eher leise über Kopfhörer oder Lautsprecher – und wie immer, wenn Silents im Spiel sind, leise. Auch kann man die Silents ja herunterdimmen, wenn man sie mit NeuroStreams mischt). Die Zen-Sessionsm MÜSSEN sogar mit Kopfhörer gehört werden, Stichwort Gehirnhälften-Synchronisation.
Ja, Silents am besten mit silent gemachter Musik mischen (wilde emotionale Musik, die man im hörbaren Bereich fast gar nicht aushalten kann
… Opern, Weihnachslieder, Mönchschore etc
Neurostreams gelten auch als Musik und man kann sie mit den Silents mischen. Die einzige “Gefahr” besteht darin, dass man sich evtl. irgendwann mal satthört. Und jedesmal, bloß weil man Silents hören will, gleich eine ganze Brain-Sessions zu machen, kann evtl. etwas too much sein. Kann aber jeder machen wie er oder sie will.
Du kannst ein Neurostreams-Stück auch Silent machen, die Beats und deren Wirkung bleiben auc in der unhörbaren Variante erhalten (habe ich getestet).
Ausnahme: Zen-Sessions – die ja allesamt aus binauralen Beats bestehen. Binaurale Beats könnte man zwar silent machen, aber sie verlieren dabei vollständig ihre Wirkung. Alle anderen NeuroStreams-Sessions kann man silent machen und in ihrer Wirkung erhalten, weil sie aus isochronen Beats bestehen.
Für HemiSync-Stücke (die den Zen-Session zum Verwechseln ähnlich sind) gilt das gleiche. Sie silent zu machen zerstört deren Wirkung. Also MUSST du HemiSync immer “hörbar” hören. Und weil ich deinen Text zu lang finde, würde ich ich nicht silent machen (siehe vorheriger Kommentar).
Wenn du den Text kürzt auf ein oder zwei Ziele, dann wiederum kannst du ihn still machen, und mit einen hörbaren (!) HemiSync- oder eine hörbaren (!) Zen-Session, oder eben Neurostreams mischen (hörbar oder silent).
Ich glaube ich mache dazu mal eine Tabelle, zur Übersicht
PS: Voraussetzung für ein Mischen mit Neurostreams ist, dass man so ein Neurostreams bei Share-it heruntergeladen hat.
PPS: Neurostreams (und dies schreibe ich, weil es bereits Anfragen gab) sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt, und dürfen nicht weiterverkauft werden (egal ob sie mit oder ohne Silent weiterverarbeitet werden)
Hallo Tim,
recht vielen Dank für Deine Mühe.
Ich glaube jetzt blicke ich viel besser durch.
Die Idee mit der Tabelle finde ich klasse, weiter so.
Greetings
Michael